Mein Leben. Eins von vielen.

Die Frage nach dem Warum.
 

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Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für einen Blog.

Vielleicht fang ich in der Gegenwart an, bevor ich weit aushole, im wieder in der Gegenwart anzukommen.

Mein Name ist Thomas, ich bin 33 Jahre alt, noch verheiratet (nicht mehr lange) und überstolzer Papa eines 4jährigen, der allzu oft meint, er wäre schon 23. Er geht in den Kindergarten, ist ein kleiner Bewegungsjunkie und größer als Kinder die 2 Jahre älter sind. Genetisch hat er gute Vorbilder.

Im echten Leben beschäftige ich mich als technischer Berater für Großimmobilien. Zu der ominösen Bezeichnung kommt man, wenn man Versorgungstechniker wird, dann aber nicht Versorgungstechniker sein möchte. Im Prinzip geht es darum, Leute zu beraten, wie ihre Immobilie nachhaltiger, sprich umweltfreundlicher und natürlich kosteneffizienter wird. Dazu später mehr.

Vor kurzem teilt mir meine nunmehr Ex-Frau mit, dass sie sich von mir nach 7 Jahren gemeinsamer Zeit scheiden lassen möchte. Ein ziemlicher Schlag für mich, war ich doch der Meinung uns ginge es gut. Schließlich hatten wir nur wenige Wochen davor einen super romantischen Wellnessurlaub in Bad Füssing verbracht. Die Welt schien mir in Ordnung. Auch dazu später mehr.

Wenn ich nicht gerade beruflich gegen Windmühlen ankämpfe, dreht sich meine Welt um meinen Sohn. Leider sehe ich ihn nur Freitag bis Montag, da wir uns für sorgerechtstechnisch für das Wechselmodell entschieden haben, aber diese 3 Tage sind zur Zeit mein ganzes Glück.

Wenn mein Schatz nicht da ist, freu ich mich über meine Heimkinoanlage in meiner kleinen gemütlichen Wohnung, gehe gern raus in die Natur, pflege den Garten meiner Vermieterin und koche. Letzteres leider viel zu gut, selbst meine knapp 2m Körpergröße können über das Übergewicht nicht hinwegtäuschen.

Ich kann unheimlich gut organisieren und wegschauen. Wenn ich will, ist meine Wohnung innerhalb von 3 Stunden hochglänzend poliert. Ich kann eine Kaffeetasse aber auch eine Woche lang stehen sehen, ohne innerlich zu eskalieren.

Mir steht mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn im Weg. Ungerechtigkeit und Unehrlichkeit machen mich wahnsinnig sauer und gepaart mit meinem pathologischen Hang zur Gehässigkeit fallen ab und an Worte, die eher nicht sein müsste. Ruhig aber fies. Ich bin übrigens Skorpion.

Ich bin aber der letzte, der sich nicht entschuldigt, wenn ein böses Wort fällt. Eigentlich bin ich überkommunikativ, was Probleme und deren Lösungsweg angeht. Man kann mich on meinem Standpunkt wegbekommen, muss aber der Tatsache gewahr sein, dass ich lange gebraucht habe um meinen Standpunkt zu finden und ihn nicht kampflos aufgebe. Ich überlege 5 Mal für eine Antwort. (Ausnahmen sind im vorhergehenden Absatz zu finden).

Ich diskutiere gern und über alles. Ich kann einfachste Prozesse so zerdenken, dass selbst geistig gefestigte Menschen am Ende an ihrer Meinung zweifeln. Ein Beispiel? Wer kennt die kleinen Schildchen im Kragen von Oberbekleidung? "Pflegeleicht" steht da ab und an. Bedeutet das, dass ich das Teil besonders pfleglich behandeln muss oder genau das Gegenteil? Und schon gehts los :D

Mir wurde schon oft attestiert, dass ich gut zuhören kann. Kann ich wirklich. Und auf Grund des vorgenannten Organisationsgeschicks kann ich auch meistens brauchbare Lösungen anbieten, weshalb ich gerne als Notfalltherapeut herhalte. Mach ich aber gern, ich liebe meine Freunde. Für meine Freunde würde ich alles tun.

 
Warum schreibe ich einen Blog?

Weil ich mich mitteilen möchte. Durch die  Trennung von meiner Frau habe ich unheimlich viel aufgestaut, weil mir nach all der bisherigen Trennungszeit (seit April 2015) noch immer nicht klar ist, warum die Trennung eigentlich erfolgt ist. Die Begründungen waren mehr Ausflüchte, ich kann darin nicht erkennen, weshalb man eine Familie entzweit. Ich kann nicht mehr in ihr Herz sehen, stehe also ohne Begründung da.

Beruflich bin ich zwar durchaus erfolgreich, kämpfe aber wie jeder Mensch mit Ups & Downs, kann diese aber auch nur begrenzt kommunizieren. Zeig keine Schwäche, sonst zerreisst dich die Welt. Nur die Starken überleben. Man kennt das.

Man mag zu Recht denken: Und deswegen schreibst Du einen Blog? Geh mit Deinen Freunden einen trinken und jammer Dich aus. Nein. Nein, aus zwei Gründen: Zum Einen möchte ich mein inneres Leben nicht im Bekanntenkreis nach außen tragen, zum Anderen haben auch meine Freund ein Recht auf gute Laune, wenn sie mich sehen. Klingt komisch, ist aber so.

Ich rede mir meine Gedanken von der Seele, aber hier. Ich erzähle Geschichten aus meinem Leben. Aus meiner Kindheit. Aus meiner Lehrzeit. Aus meiner Zeit als Soldat in Afghanistan. Aus meinem Beruf. Und und und. Ich hoffe es unterhält. Mir hilft es

Genug für den ersten Teil.

 

Ich wünsche Euch eine gute Nacht.

 

Thomas

25.6.15 20:15

Letzte Einträge: A new dawn.

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